Die Schwestern Paula und Carla Albrecht stehen in ihrer Trainingskleidung nebeneinander und halten beide ihre Schlittschuhe in der Hand.

Willkommen Welt im Weimarer Land. Paula und Carla Albrecht aus Hohenfelden.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Weimarer Land Tourismus.

Zur Fußball-Europameisterschaft 2024 richten sich in Thüringen alle Blicke auf Blankenhain:
Die deutsche Nationalelf hat ihr Trainingslager im Spa & GolfResort Weimarer Land abgehalten und nun ist die englische Nationalmannschaft während ihres Aufenthalts zur EM 2024 zu Gast.
Willkommen Welt im Weimarer Land!

Eine besondere Gelegenheit, den Blick auch auf die Menschen der Region zu richten, die hier leidenschaftlich und erfolgreich ihrem Sport nachgehen:

Paula und Carla Albrecht stehen seit ihrem 4. Lebensjahr auf dem Eis! Beim Eissportclub Erfurt e.V. und auf dem Sportgymnasium trainieren sie Eisschnelllauf und konnten bereits einige Titel in ihrer jeweiligen Altersklasse gewinnen.

Was macht das Leben im Weimarer Land für sie aus? Und wo sehen sie sich in Zukunft?

Vom Eis-Pinguin zum Leistungssport

Als wir Paula (16) und Carla (14) Albrecht zum Interview am Stausee Hohenfelden treffen, haben Sie ihre Trainingskleidung vom Rolltraining noch an. Im Sommer wird auf Inlineskates trainiert – natürlich drehen sie auch ein paar Runden für uns und philosophieren sogar während dieser kurzen Strecke über die beste Haltung beim Start.

Man spürt schon, dass sie mit Leib und Seele hinter ihrem Sport stehen – dem Eisschnelllauf oder auch Ice Speed Skating. Beide trainieren beim Eissportclub Erfurt e.V. und besuchen das Sportgymnasium.

Erzählt doch mal, Paula und Carla: Wie seid ihr zum Eisschnelllaufen gekommen?

Carla: „Ich habe es angefangen, weil es meine Schwester vor mir bereits gemacht hat und fand das cool. Ich war immer mit in der Eishalle.“

Paula: „Ich habe einen Wettkampf im Eisschnelllauf gesehen, als wir beim Freilaufen in der Eishalle in Erfurt waren. Wir sind also in der Mitte der Eisfläche gefahren, mit diesen Pinguinen und außen war der Wettkampf. Das fand ich sehr interessant und ich wollte das dann auch ausprobieren.

Am Anfang haben wir klein angefangen mit kurzen Schlittschuhen. Das war natürlich noch nicht so professionell, da war ich vier Jahre alt.“

Carla: „Ich war auch vier Jahre alt.“

Und wie hat sich das bei euch entwickelt?

Paula: „Bis zur dritten Klasse hatten wir kurze Kufen, dann haben wir längere bekommen. Das war in der fünften Klasse, als wir aufs Sportgymnasium gewechselt sind. Und jetzt haben wir ein Klicksystem, das heißt die Kufe löst sich beim Laufen vom Schuh und ist beweglich.“

War der Wechsel zum Sportgymnasium schon der Schritt, an dem man sagt, das ist bereits Profisport?

Paula: „Ab der 5. Klasse war das Training schon härter, das ist dann schon Leistungssport. Meine ersten größeren Erfolge habe ich seit etwa zwei Jahren und seitdem haben wir viel intensiver auch auf die Technik beim Training geachtet. Eine meiner Trainerinnen war zum Beispiel Gunda Niemann-Stirnemann.“

Wie läuft das Training auf dem Sportgymnasium denn ab?

Paula: „Es gibt verschiedenen Sportarten auf der Sportschule. Wir trainieren aber gezielt für unseren Sport. Am Morgen haben wir Schule bis 09:05 Uhr, dann Training bis 11:00 oder 11:30 Uhr und nach der Mittagspause wieder Schule. Und nachmittags meistens nochmal Training. Ich habe jetzt in der 10. Klasse etwas länger Unterricht als Carla, da ich in diesem Jahr auch meine BLF geschrieben habe.“

Ihr wohnt aber währenddessen hier in Hohenfelden und fahrt nach Erfurt?

Paula: „Ja genau, ich habe auch jetzt ein Auto, das man bereits mit 15 Jahren fahren darf. 25 Minuten fahren wir damit von hier bis zum Sportgymnasium. Meine Schwester nehme ich natürlich mit und dadurch sind wir viel flexibler und selbstständiger.“

Mit dem Sport bis nach Südkorea

Was waren denn eure bisher größten sportlichen Erfolge?

Paula: „Ab meinem Alter kann man an den Junioren Meisterschaften und -Weltcups teilnehmen. Für die Junioren Weltcups hatte ich mich auch qualifiziert. Wir haben uns dann aber dagegen entschieden, damit ich mich auf die Prüfung in der Schule konzentrieren kann.

Im Januar habe ich aber bei den Youth Olympic Games 2024 in Gangwon in Südkorea teilgenommen. Das war der bisher größte Wettkampf für mich. Für Carla war das leider nicht möglich sich zu qualifizieren, weil sie noch zu jung war.

Und im letzten Jahr habe ich bei den Deutschen Meisterschaften in unterschiedlichen Distanzen gewonnen. Auf 500 Meter bin ich aber einmal gestürzt, sodass ich mich im Mehrkampf auf den 8. Platz retten konnte. Beim Viking Race dieses Jahr bin ich über 1500 Meter Dritte geworden und über 1000 Meter habe ich gewonnen. Insgesamt bin ich auf dem dritten Platz gelandet. Beim Country Match auf 500 Meter habe ich den ersten Platz geholt und 1500 Meter den 2. Platz.“

Carla: „Letzte Saison waren das die Deutschen Meisterschaften, bei denen ich überall den ersten Platz belegt habe, außer beim 1500 Meter Lauf, da bin ich zweite geworden. Und bei den Thüringer Meisterschaften habe ich im letzten Jahr in allen Läufen den ersten Platz belegt.

Beim Viking Race und Country Match habe ich auch teilgenommen. Beim Country Match war ich sogar die jüngste deutsche Sportlerin, die sich dafür qualifiziert hatte.“

Wie waren denn die Youth Olympic Games für dich, Paula?

Paula: „Es war ein sehr schönes Erlebnis, die Menschen waren sehr nett, das Land ist auch wunderschön. Im Vergleich zu anderen Ergebnissen war meine Leistung nicht so gut, was aber auch an der Eisfläche selbst lag.

Aber ich habe tolle Menschen besser kennengelernt, die ich auch schon bei anderen Wettkämpfen getroffen hatte. Und die Stimmung war einfach toll, so angefeuert zu werden.“

Zuhause im Weimarer Land

Wie ist es für euch hier im Weimarer Land zu leben? Könnt ihr euch vorstellen, euch hier in der Region zu bleiben?

Paula: „Deutschlandweit ist Erfurt für den Eisschnelllauf schon der beste Standort, einfach weil es auch die besten Sportler und Trainer hier gibt. Langfristig kann ich mir gut vorstellen, hier auch weiter zu trainieren.“

Carla: „Es ist schön hier zu wohnen, obwohl es in Erfurt wegen dem Weg praktischer wäre. Im Sommer gehen wir gern auch mal ins Wasser oder fahren mit den SUP Boards auf dem Stausee Hohenfelden. 2021 war der See auch mal richtig zugefroren, da konnten wir sogar Schlittschuh laufen.“

Und wie trainiert ihr im Sommer?

Paula: „Wir trainieren mit Inlinern, fahren Rad, manchmal laufen wir um den Stausee oder gehen schwimmen. Und Krafttraining machen wir natürlich auch. Das Training findet eigentlich immer in Erfurt statt. Wir trainieren meistens zweimal am Tag, Samstag ist auch Trainingstag.

Um zu entspannen, nutzen wir gern die Avenida Therme in Hohenfelden. Wir werden beide von der Therme unterstützt, was für unseren Sport eine große Wertschätzung ist. Und für unsere Familie ist es eine tolle Möglichkeit, um gemeinsam zu schwimmen oder in die Sauna zu gehen.“

Eine Frage noch zum Schluss: Was mögt ihr an eurem Sport besonders?

Carla: „Ich finde es sehr vielseitig, weil wir im Sommer so abwechslungsreiches Training haben. Auch das Rolltraining auf den Inlineskates. Und im Winter macht es einfach Spaß auf dem Eis zu laufen! Wir haben auch viele Freunde und das ist einfach toll, sie in der Eishalle zu sehen und sich über den Sport austauschen zu können.

Eisschnelllauf ist für mich einfach eine schöne Sportart, ich mag auch die Kälte.“

Paula: „Auf dem Eis ist es ein tolles Gefühl, wenn man den ganzen Sommer über so hart trainiert hat und es dann auch zu den Wettkämpfen gut läuft.“

Entspannung finden im Weimarer Land

In dem Familien- und Freizeitbad Avenida Therme ist Spaß garantiert! Im Badebereich sorgen verschiedene Rutschen und die kreativ gestaltete Lagune mit Außenbereich für nasse Abenteuer für Groß und Klein!

Wesentlich ruhiger geht es in der großzügigen Saunawelt zu. Die vielfältigen Saunen im Innen- und Außenbereich laden zur ausgiebigen Entspannung ein und die Schneehöhle ist ein besonderes Erlebnis, welches man zur Abkühlung unbedingt ausprobieren sollte!

Habt ihr Lust bekommen, abzutauchen?
Zur Website der Avenida Therme.


Fotos der Sportlerinnen: Matthias Eckert
Fotos Avenida Therme: Mario Hochhaus, Andreas Vittling, Michael Reichel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.