Eine große, sitzende Buddha-Statue

Als Thailand noch Siam hieß – auf den Spuren des alten Königreiches

Unsere Reise durch Thailand haben wir Richtung Norden begonnen. Auf dem Weg von Bangkok nach Chiang Mai sind uns längst verlassene Städte und Tempelanlagen begegnet, die Zeugen eines Königreiches geworden sind, welches bis 1939 Siam genannt wurde. Die damalige Fläche des Landes entspricht größtenteils dem heutigen Thailand.

Diesen Teil unserer Reise haben wir nicht allein bestritten – im Vorfeld hatten wir bereits eine Gruppenreise mit Reiseleiter gebucht, um quasi einen sanften Einstieg in dieses für uns neue Land zu erhalten.

Und darüber sind wir nun auch sehr froh 🙂

Durch unsere Tourguides haben wir nicht nur historische Geschichten und einige Regeln des Buddhismus erfahren, sondern auch Gepflogenheiten der heutigen Einheimischen und vor allem leckere neue Früchte kennen gelernt 🙂

Ein ganz lieber Gruß geht an dieser Stelle auch an alle lieb gewonnenen, neuen Freunde unserer Gruppe, die einfach absolut spitze war! 😀
Wir hätten uns keine besseren Reisebegleiter für unseren Start durch Thailand wünschen können 🙂

So, jetzt geht´s aber los! Unser erster Halt war in

Ayutthaya

Die ehemalige Hauptstadt Siams wurde 1767 von den Burmesen zerstört. Die zahlreichen Tempelruinen lassen aber auch heute noch darauf schließen, welche Bedeutung die Stadt gehabt haben muss. Die historische Stadt gehört seit 1991 zum UNESCO Welterbe.

Phra Buddha Sai Yat (The Reclining Buddha)

Der 42 Meter lange, liegende Buddha von Wat Lokaya Sutha (Wat bezeichnet Tempel oder andere religiöse Gebäudekomplexe) zeigt mit den Füßen Richtung Osten. Der nach Westen gerichtete Kopf ist auf einer Lotusblüte gebettet.

Die Lotusblume ist ein wichtiges Symbol im Buddhismus und wird daher vor Tempeln und Buddha-Statuen abgelegt. Die Blüte muss dabei nicht geschlossen bleiben – vor Ort zeigt uns eine der Frauen, wie die Blütenblätter gefaltet und geknickt werden können, damit ein kleines Kunstwerk aus dieser Pflanze entsteht, die unter anderem auch als Symbol für Reinheit gilt.

Hinter dem liegenden Buddha befinden sich noch die Grundmauern von Ubosot, einer Ordinationshalle.

 

Viharn Phra Mongkol Bophit

In diesem Tempel (viharn ist eine Bezeichnung für ein buddhistisches Klostergebäude) steht eine der größten Buddha-Statuen Thailands. Beim Angriff auf die Stadt wurde der Tempel fast vollständig zerstört und auch der Buddha beschädigt. Bilder im Tempel zeigen diesen vor dem Wiederaufbau, der später durch die Burmesen gestiftet wurde.

Unser Reiseleiter Bass hat uns hier erklärt, wie die Buddhisten beten. Vor dem Betreten des Tempels werden beispielsweise Kerzen oder Räucherstäbchen angezündet, da die Brandgefahr direkt im Tempel zu hoch ist. Männer und Frauen knien in unterschiedlichen Positionen vor dem Buddha.

Unterschiedliche Künstler haben die Buddha Statuen in diesem Tempel geschaffen. Je länger ein Gesicht des Buddhas ist, desto eiliger hatte es der Künstler mit der Fertigstellung. Dies kann ein Zeichen dafür sein, das Krieg geherrscht hat.

Die Buddhas werden in unterschiedlichen Positionen und Handhaltungen dargestellt, jede mit einer anderen Bedeutung. Zum Beispiel die Angst vertreiben, Meditation, Erleuchtung, die Flut besänftigen, …

 

Wat Phra Si Sanphet

Direkt hinter dem Tempel mit dem großen Buddha liegt der königliche Tempel, der schönste und größte in Ayutthaya. In den Chedis, den glockenförmigen Gebäuden, wurde die Asche verschiedener Könige beigesetzt.

Wird ein Buddha, wie auf dem letzten Bild zu sehen, zerstört, bleiben die abgebrochenen Teile an Ort und Stelle liegen.

 

Sukhothai

In Sukhothai, der ersten Hauptstadt des Königreiches Siam, haben wir übernachtet und am nächsten Morgen mit dem Fahrrad den Historischen Park von Sukhothai besichtigt (auch diese historische Stadt ist Teil des UNESCO Welterbes). Bei den heißen Temperaturen war der Fahrtwind zwischen den einzelnen Schauplätzen sehr erfrischend und ist absolut zu empfehlen 🙂

Im Historischen Park findet jährlich ein Lichterfest statt, dass sehr beeindruckend sein muss!

Auch hier ist Bass nicht müde geworden, uns die verschiedenen Buddha-Haltungen zu erklären 🙂
Gut merken lies sich auch der Tempel Wat Maha That – Wat ma hat, hat ma 😉

 

Wat Si Chum

In der Nähe des historischen Parks befindet sich ein weiterer kleiner Tempel, der allerdings eine der größten sitzenden Buddha Statuen des Landes versteckt.

 

Im Anschluss an diese beeindruckenden Tempelstätten haben wir uns dann auf den Weg nach Chiang Mai, der „Rose des Nordens“ gemacht…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.